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Ijsselmeer

Juni 2018

Bei bestem Wetter sind wir am Freitag Nachmittag in Kampen angekommen. Nachdem wir auf dem nicht besonders schönen Stellplatz gemütlich einen Kaffee getrunken hatten, machten wir uns auf den Weg uns den Ort anzusehen. Kampen ist eine wirklich sehr schöne Stadt, leider hatten die vielen Geschäfte schon fast alle geschlossen, so das wir nachdem wir auf einem Ponton super leckere Kibbelinge gegessen hatten zurück zum Wohnmobil gegangen sind. Der richtige Urlaub fängt ja schließlich erst morgen an.

Wir machen uns nach dem Frühstück auf nach Lemmer und weil es nur 35km sind, kriegen wir sogar einen Stellplatz in der ersten Reihe. Es wird noch gemütlich ein Kaffee getrunken und dann geht es zu Fuß Lemmer rein. Wir spazieren ein wenig durch den Ort und trinken gemütlich am Hafen einen Aperol Spritz . In Italien gibt es dazu immer Chips oder ähnliche Knabbereien, das müssen die hier noch lernen. Aber dafür haben wir bestes Sommerwetter. Weil es schon Mittagszeit ist, muss dringend was essbares her. Wir finden auch schnell einen Imbiss, die Kibbelinge waren, meine Ich, noch etwas besser als gestern. Nachdem wir zurück am Wohnmobil waren, haben wir uns entschlossen noch eine kleine Tour mit dem Fahrrad zu unternehmen. Wir sind also in das 10km entfernte Örtchen Sloten gefahren, ein super sauberes und schönes Städtchen und haben an einem der beiden Cafes eine Rast gemacht. Leider waren alle Sonnenplätze besetzt. Wieder im Lemmer angekommen, haben wir uns in unserem Omnia Ofen einen leckeren Hackbraten zubereitet und ihn mit Baquette und einem, oder zwei, Glas Wein direkt am Hafen genossen.

Unser nächstes Ziel ist Stavoren , der Stellplatz liegt auch hier direkt am Hafen und hat für die 15€ sogar Strom und WLAN inklusive. Merkwürdigerweise sind trotz des guten Wetters wenig Wohnmobile unterwegs und wir haben fast freie Platzwahl. Wir parken unser mobiles Heim auf einen schönen Sonnenplatz, da wir heute noch grillen wollen.

Weil der Plan für heute auch wieder sehr überschaubar ist, wird erstmal Kaffee getrunken. Gegen Mittag fahren wir mit dem Rad nach Hindeloopen, diesmal in kurzer Hose und Top. Die Sonne knallt gewaltig, darum benutzen wir das erste mal in diesem Jahr Sonnencreme. Obwohl die vor einem leichten Sonnenbrand auch nicht schützt. Hindeloopen ist wie auch die anderen Orte am Ijsselmeer, sehr schön und gemütlich. 20km mit dem Rad ( und wir haben keinen Motor) sind schon sehr anstrengend, wenn man bedenkt das unsere Fahrräder nur im Urlaub und für den Kneipenbesuch genutzt werden. Aber Bier und Kibbelinge gibt es erst ab 10km, also müssen wir da durch. Auf dem Rückweg machen wir noch halt in Stavoren und sehr ins das emsige treiben an der Schleuse an. Nach einem Kaffee und einer halben Stunde Schlaf, sind wir wieder fit genug um uns um Salat und Tsaziki zu kümmern. Danach werden wir nur noch überlegen wohin es morgen geht und den Abend gemütlich in der Abendsonne ausklingen lassen.

Bei bestem Wetter sind wir am Montag morgen losgefahren, unser Ziel war Enkhuizen. Wir sind also über den Abschlußdeich, der die Nordsee vom Ijsselmeer trennt, schon morgens war uns aufgefallen dass viel Kleingetier durch die Gegend fliegt. Das aber so viele Viecher gleichzeitig ihr Leben an unserer Frontscheibe lassen wollen, hätten wir nicht gedacht. Da werden wir uns wohl einen Spezialreiniger besorgen müssen. In Enkhuizen angekommen, haben wir festgestellt das dieser Platz so gar nichts für uns ist. Das merken wir immer sehr schnell, wenn keiner von uns beiden Anstalten macht sich häuslich einzurichten. Also doch wieder zurück nach Medemblik, das war eigentlich das Ziel für den nächsten Tag. Mit Glück bekamen wir noch einen der letzten 2 Plätze, der Stellplatz liegt direkt am Hafen, hinter einer Häuserreihe, er ist für 5 Mobile ausgeschrieben, hat aber Gott sei Dank Platz für 10. Zur anderen Seite hin gibt es einen kleinen Zoo, dort sind auch Pfauen, die uns pünklich morgens um 4 geweckt haben. Aber wir haben ja Urlaub und können in Ruhe weiterschlafen. Übrigens könnte man bei den anderen Wohnmobilen genau sehen, wer über den gleichen Abschlussdeich gekommen ist wie wir. Medemblik ist ein schöner gemütlicher Ort, den man schnell erkundet hat. Aber im Urlaub reicht es ja auch mal aus, einfach vor dem Wohnmobil zu sitzen und ab und zu einen kleinen Plausch mit den Nachbarn zu halten.

Am Dienstag sind wir dann aufgebrochen um nach Harlingen zu fahren, jetzt ist es auch egal wie viel Selbstmörder wir auf dem Deich mitnehmen. Wir haben, weil wir ja meistens sehr früh sind an der Schleuse einen schönen Platz in der ersten Reihe gefunden. Heute wird es wohl noch wärmer als die letzten Tage, daher werden sich unsere Aktivitäten in Grenzen halten. Ein kleiner Spaziergang durch die Stadt muss da ausreichen. Wir haben uns den historischen Hafen angesehen, etwas Gemüse fürs grillen besorgt und ganz wichtig, coole Klamotten für die Kids. Unsere Enkel bestehen darauf das mindestens von einem Urlaub was mitgebracht wird. Noch ein wenig im Schatten hinterm Wohnmobil sitzten ( Sonne geht gar nicht) , Kaffee trinken und meinem im Omnia Ofen gebackenen Kirschkuchen verspeisen. Ne, wat geht et uns gut. So langsam können wir auch wieder vor unserem mit Leichen übersäten Heim sitzten, da die Sonne nicht mehr ganz so gewaltig scheint. Gleich wird noch der Grill angeschmissen und da weitergemacht wo wir gestern aufgehört haben. Faulenzen! Ok, ein Gläschen Wein wird bestimmt auch dabei sein.

Heute am Mittwoch soll der letzte warme Tag von unserem Urlaub sein. Das können wir gar nicht glauben als wir bei sonnigen 23 Grad Richtung Sneek fahren. Auch hier haben wir wieder Glück und ergattern einen der letzten Plätze. Nachdem wir uns häuslich eingerichtet hatten, unseren übriggeblieben Kaffee vom Frühstück in der Sonne genossen haben, machten wir was wir eigentlich jeden Tag gemacht haben, ein wenig im Ort spazieren gehen und einen kleinen Snack zu uns nehmen. Am Abend startet in Sneek ein (Konzert ) wir beschließen uns das anzuschauen und bis dahin etwas vor dem womo zu gammeln. Nachdem wir gegen Abend das im Supermarkt erstandene Bami erwärmt und dann entsorgt hatten, machten wir uns auf in die Stadt (Wir können hier bestimmt eine Kleinigkeit essen, das Bami war nicht genießbar). Es war irgendwie anders als wir uns es vorgestellt hatten, Unmengen an Menschen, überwiegend Jugendliche waren unterwegs. Wir dachten es wären auf vielen Bühnen verschiedene Konzerte, aber heute war wohl nur die Eröffnung. Aber wir sind tapfer zwischen den vielen Leuten stehen geblieben und warten auf das was kommt. Nach der Eröffnung ( wir hatten immerhin 2 Stunden in der Menge gestanden) sind wir zurück zum Wohnmobil, von dort aus könnten wir die wirklich gute Musik auch hören. Gegen 21 Uhr haben wir uns dann nach innen verzogen, denn es würde merklich kühler. Sollte der Wetterbericht wirklich recht haben? Hatte er, leider. Heute am Donnerstag ist Christi Himmelfahrt, oder Vatertag, wie man will. Wir hören schon vor dem aufstehen den Regen auf unser Dach prasseln, es sind gerade mal 13 Grad und es scheint auch wirklich nicht besser zu werden.

Der Stellplatz liegt direkt am Hafen, uns gegenüber eine Kibbelingbude und der Regen lässt nach............alles wird gut. Außer der Kibbelingbude ist in Urk nichts besonderes. Eigentlich gibt es zwei Buden direkt nebeneinander, an der einen ist ständig eine Schlange und an der anderen steht fast kein Mensch. Das beobachten wir den ganzen Tag, wobei man, bei genauem hinschauen auch erkennt warum das so ist. Wir gehen also ein wenig spazieren und überlegen dabei warum hier so viele Leute unterwegs sind, hier ist nichts. Deshalb muss ich hier auch nichts weiter schreiben. Am Freitag fahren wir weiter bis Lelystad, Jürgen möchte sich die Batavia Werft ansehen und da direkt im Anschluss ein Outlet Center ist, bin ich auch sofort einverstanden. Ich werde also zum ersten mal in meinem Leben ein Outlet Center besuchen. Wir denken das es auch das letze mal sein wird, ich habe zwar ein paar " günstige" Sportschuhe gekauft, aber eigentlich ist das überhaupt nicht so toll wie man immer hört. Viel zu viele Menschen, viel zu viele Geschäfte und super Schnäppchen scheint es auch nicht zu geben. Vielleicht bei den Nobelmarken, aber da kennen wir ja die Preise nicht. Die Batavia Werft war auch nicht das was wir uns vorgestellt hatten und deshalb sind wir schon in der Mittagszeit zurück am Wohnmobil. Der Platz ist zwar kostenlos, aber weit und breit nichts, gar nichts. Weil wir hier keinen Fernseh empfangen können und nicht einmal ein Buch oder wenigstens eine Zeitschrift mit haben, beschließen wir weiter zu fahren. So fahren wir von Lelystad nach Dronten, dann nach Hattem und dann nach Zwolle. Alles belegt, nicht ein kleiner Platz ist zu kriegen. Bevor wir in Zwolle am Straßenrand übernachten, rufen wir in Hasselt bei einem Stellplatz an und haben Glück, es gibt noch 2 freie Plätze. Also weiter, Gott sei dank sind die Strecken nicht ganz so weit. Wir kommen also gegen Abend auf dem Stellplatz an, machen noch eine kleine Runde durch den Ort und essen im Wohnmobil holländisches Fast Food.

Es ist Samstag und unser letzer Urlaubstag, geplant hatten wir Meppel, aber da der ganze Ort eine Baustelle war, sind wir nach Giethoorn gefahren. Also wir haben ja schon viele Städte besucht in denen die Touris mit Bussen angekarrt wurde, aber Neuschwanstein ist ein Witz dagegen. Eigentlich ist Giethoorn wirklich schön, aber vor lauter Bootverleih Stationen und Asiaten die diese auch nutzen, kann man nicht viel von dem schönen Dorf sehen. Aber wir sind da ja nicht besser, außer das wir uns kein Boot mieten. Nachdem wir uns noch schnell im Supermarkt den Biervorrat aufgefüllt haben, Baguette und Gurke fürs Abendessen gekauft haben, sind wir zurück zum Wohnmobil. Der Stellplatz hier ist klasse, fast schon ein Campingplatz. Heute werden wir unser restliches Fleisch grillen, dazu ein kühles Hertog Jan und wir müssen nicht mal spülen. Das machen wir am letzten Tag grundsätzlich nicht, da wird alles mitgenommen und zu Hause der Luxus der Spülmaschine genutzt. Morgen früh machen wir uns auf den Heimweg und ärgern uns wie immer darüber das wir am Montag schon wieder arbeiten müssen. Aber wir haben in diesem Jahr ja noch einige Reisen vor uns, doch dazu später mehr.
 
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