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Deutschland

Mai 2020
Nachdem wir die erste Nacht in Bocholt verbracht haben weil ein Zwangsstopp bei Dümo in Emmerich eingelegt werden musste sind wir nun in Lüneburg angekommen. In Niedersachsen darf aktuell nur jeder 2. Stellplatz belegt werden. Da wir hier den letzten Platz ergattern konnten haben wir beschlossen 2 Tage hier zu bleiben, in der Hoffnung dass es nach Pfingsten in der Region leerer wird. Abends erleben wir eines der Corona-Konzerte" auf den Sülzwiesen. Wir finden die Situation etwas bizarr.

Nachdem wir am nächsten Tag ca. 30 km mit dem Fahrrad und weiter gefühlte 30 km zu Fuß unterwegs waren. Haben wir uns als weiteres Ziel die Insel Poel ausgesucht. Auf dem Weg dorthin kamen uns unzählige Camper entgegen. So waren wir zuversichtlich beim Forellenhof in Niendorf einen Platz zu bekommen.
Von hier aus sind wir dann mit den Fahrrädern nach Timmendorf Strand gefahren wo wir schon vor 20 Jahren auf unseren ersten Ausflügen mit unserem alten Fendt zu Besuch waren. Der Ort hat sich leider nicht zum positiven entwickelt. Hier dreht es sich nur noch um Tourismus und Kohle machen. Am zweiten Tag fahren wir nach Wismar, stellen unsere Räder am Hafen ab und laufen durch die Innenstadt.
Morgens brechen wir auf nach Barth von wo aus wir auf die Insel Zingst fietsen wollen. Vor etwa 15 Jahren waren wir schon einmal in dieser Gegend. Damals gemütlich und mit Charme haben wir heute Prerow und Zingst ähnlich überlaufen wie Renesse empfunden.
Die Stellplätze sind überfüllt so beschließen wir in Stralsund zu bleiben und dem Ozeanium einen Besuch abzustatten. Das lassen wir im Angesicht einer etwas 300 m langen Warteschlange bleiben.

Samstag fahren wir nach Dranske wo wir leider nur eine Nacht bleiben dürfen; halb Deutschland macht Campingurlaub. Wir fahren mit den Rädern nach Wiek und laufen lange am Strand entlang, abends werden wir mit einem tollen Sonnenuntergang für die Anstrengung entlohnt.
Da wir ja nur einen Tag bleiben durften sind wir dann nach Putbus gefahren. Es ist genug Platz frei. Wir fietsen nach Vitt, zum Kap Arkona und mittags nach Breege weil der einzige Geldautomat in Putbus offline ist.
Die letzte Nacht auf Rügen verbringen wir in Bergen. Denn hier gab es noch einen letzten freien Stellplatz bei einem Autohändler.
Am folgenden Tag finden wir noch einen freien Stellplatz in Schwerin.
Dort machen wir wieder lange Spaziergänge und bewundern das schöne Schloß dass Sitz des Meck-Pommschen Landtags ist. Etwas abseits vom Trubel auf der Fußgängerzone machen wir eine Mittagspause bei einem Brauhaus wo wir es uns bei einem kühlen Bier und leckerem Essen gut gehen lassen.
Langsam müssen wir uns dann doch auf den Heimweg begeben. In Lauenburg an der Elbe gibt es an der Marina noch freie Plätze. Wir stehen in der ersten Reihe mit freiem Blick auf Marina und Kanal. Letzte Station sollte ein Stellplatz in Mardorf am Steinhuder Meer sein, leider wurde ein Anruf beim Stellplatz wegen einer Auskunft nach freien Plätzen so unfreundlich erwidert dass wir auf gut Glück nach Steinhude fuhren. Platz satt!

An diesem Tag fahren wir lediglich in den Ort, besuchen das Schmetterlingshaus, essen ein Fischbrötchen, planen den nächsten Tag und machen es uns vorm Wohnmobil bequem. Nach dem Frühstück brechen wir auf um mit den Fahrrädern eine Fahrt rund ums Steinhuder Meer zu machen. Das Wetter ist nicht so toll aber während unserer Mittagspause bei der "Alten Moorhütte" verziehen sich die Wolken und wir haben auf den nächsten 20 Kilometern strahlenden Sonnenschein.
Auf dem Rückweg erleben wir noch eine kleine Premiere; wir kommen gänzlich ohne Stau auf der Strecke nach Hause.

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